Eigentlich lassen sich Flaschen und Gläser leicht öffnen, doch manchmal will es einfach nicht gelingen. Welche Tricks dann helfen, verraten wir hier.
Schraubverschlüsse sind praktisch und hygienisch. Meist genügt ein kleiner Dreh und es macht “Klick” und das Glas ist offen. Doch manchmal will einfach nichts helfen. Die Zeit verstreicht, die Hand beginnt zu schmerzen, die Puste geht uns aus – das Glas bleibt zu. Rohe Gewalt bringt hier wenig. Auch an Kronkorken und Weinflaschen brauchen Sie fortan nicht mehr zu verzweifeln. Denn es gibt eine ganze Reihe Tipps und Tricks, um Gläser und Flaschen zu öffnen, ohne das diese zu Bruch gehen oder Sie sich dabei allzu sehr verausgaben.
Glas öffnen: 3 Methoden bei Schraubverschluss
Lässt sich ein Schraubverschluss partout nicht öffnen, kann dies natürlich verschiedene Ursachen haben. Wenn wir versuchen, ein Glas zu öffnen, sind wir bestrebt, den Unterdruck, der im Glasinneren entstanden ist zu verringern.
- Die geläufigste Methode hierbei ist ein Klaps auf den Glasboden oder Deckel.
- Meist klappt es auch, den Deckel unter warmes Wasser zu halten. Das Metall des Deckels dehnt sich aus, der Unterdruck sinkt, die Physik ist überlistet und das Konservenglas offen.
- Methode drei ist auch recht simpel, aber effektiv. Halten Sie das Glas in der Hand und klopfen Sie den Glasdeckel mit etwas Druck auf den Tisch oder die Arbeitsfläche der Küche. „Rücken“ Sie dabei immer ein Stück vor, bis Sie alle Stellen des Deckels „angeklopft“ haben. Nun lässt sich der Deckel leicht aufdrehen.
Warum hilft Gläsern und Flaschen ein Klaps auf den Po?
Hierfür gibt es gleich mehrere Erklärungen:
- Drehen wir das Glas um und schlagen auf den Boden, wird gleichzeitig der Inhalt des Glases nach oben gedrückt. Der Deckel wölbt sich dabei nach außen, der Druck lässt nach. Das Vakuum wird durch die eindringende Luft zum Teil aufgehoben und das Glas kann leichter geöffnet werden.
- Die Gummidichtungen der Schraubverschlüsse an Flaschen und Gläsern können am Glasrand festkleben und so das Öffnen verhindern. Durch den Schlag auf den Glas- oder Flaschenboden können sich diese Verklebungen lösen und der Deckel geht leichter auf.
- Durch den Schlag auf den Boden wird Sauerstoff frei. Der Unterdruck verringert sich und Gläser und Flaschen können ebenfalls leichter geöffnet werden.
Achtung: Schlagen Sie nicht mit dem bloßen Handballen auf den Glasboden. Dies kann zum Splittern des Glases führen und schwere Schnittverletzungen nach sich ziehen.
Hebelwirkung ausnutzen
Auch ein herkömmlicher Glasöffner überlistet die Physik. Durch sanftes Anheben des Deckels wird der im Glas herrschende Unterdruck verringert. Sie haben keinen professionellen Glasöffner zur Hand? Dann kann Ihnen Gleiches auch mit einem größeren und möglichst stabilen Löffel gelingen.
» Tipp: Verwenden Sie keine Löffel aus Aluminium oder Plastik. Diese verbiegen oder brechen.
Der Löffel wird unter den Deckelrand geschoben. Anschließend hebeln Sie das Glas sanft auf. Ist der Versuch geglückt, lässt sich ein leises Zischen vernehmen. Daraufhin werden Sie den Deckel problemlos abdrehen können. Haben Sie keinen passenden Löffel gefunden, schauen Sie im Geschirrkasten nach einem Messer. Messer haben schmalere Klingen und passen unter jeden Deckelrand. Allerdings ist es gefährlicher, mit einem Messer zu hantieren. Halten Sie die Schneidekante daher immer vom Körper weg und arbeiten Sie vorsichtig.
» Tipp: Möchten Sie die Gläser später zum Einkochen verwenden, ist diese Methode ungeeignet. Durch das Aufhebeln des Deckels wird der Verschluss undicht und die Gläser sind nicht mehr zu verwenden.
Deckel verklebt – was tun?
Häufig ist Unterdruck der Auslöser für Gläser und Flaschen, die sich nicht öffnen lassen. Ist der Deckelrand allerdings verklebt, weil Speisereste darunter gelangt sind, werden Sie wenig Erfolg mit den genannten Methoden haben. Häufig sitzt der Deckel dann tatsächlich so fest, dass es nur noch eine Lösung gibt. Greifen Sie zu Dosenöffner, Messer oder Korkenzieher und durchlöchern Sie den Deckel, um an den Inhalt zu kommen.
» Tipp: Verbrauchen Sie den Inhalt der verklebten Gläser nicht sofort, sollten Sie diesen in eine verschließbare Dose umfüllen. Die Schadstellen im Metalldeckel könnten bei längerer Aufbewahrung zu rosten beginnen.
Glas öffnen mit Klebeband
Tape gibt es in jedem Baumarkt und jeder Hobbyhandwerker wird es sofort zur Hand haben. Kleben Sie das Tape direkt über den Glasdeckel. Wenn Sie den Deckel nun aufdrehen, werden Sie es viel leichter haben. Das Tape ist griffig, Sie rutschen nicht ab und das Glas lässt sich viel leichter öffnen.
Bierflasche mit Papier öffnen
Appetit auf ein kühles Blondes und kein Flaschenöffner greifbar? Dann kann dieser Trick hilfreich sein. Greifen Sie zu einem straffen Blatt Papier und falten Sie dieses in der Länge so oft es möglich ist. Nun knicken Sie das Papier mittig. Sie halten nun ein stabiles Werkzeug in Händen und können den Kronkorken damit aufhebeln.
Flaschen mit dem Hantelstangengriff öffnen
Lassen sich Flaschen mit Drehverschluss nicht öffnen, hilft folgender Trick. Platzieren Sie den Drehverschluss zwischen Daumen und Zeigefinger. Der Verschluss sollte in der dortigen Kuhle sitzen. Nun schlingen Sie den Daumen um den Verschluss. Der Daumen weist dann schräg nach unten. Anschließend wird der Daumen mit den übrigen Fingern fixiert. Besonders fest umschlossen ist der Flaschenhals, wenn Sie mit dem Mittelfinger den Daumennagel fixieren. Nun sollte sich die Flasche öffnen lassen.
» Tipp: Dieser Griff ist Gewichthebern abgeschaut, welche die Stange der Hantel in gleicher Weise umfassen.
Flaschen mit Kronkorken öffnen – die besten Tricks
Mund zu! Schonen Sie Ihre Zähne. Es gibt eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, Bierflaschen zu öffnen. Dabei ist es gleich, ob Sie gerade unterwegs sind oder in der heimischen Küche nach einer Möglichkeit suchen, die Flasche endlich aufzubekommen. Ganz ohne Hilfsmittel können Sie Flaschen öffnen, wenn es Ihnen gelingt, geeignete Kanten oder Spalten zu finden, wo Sie die Flasche aufhebeln können. Unterwegs lohnt es, nach den Münzrückgabeschächten diverser Automaten Ausschau zu halten. Diese geben erfahrungsgemäß einen wunderbaren Flaschenöffner ab. Sie können auch versuchen, eine Schere am Verschluss anzusetzen. Weit ungefährlicher arbeiten Sie auch hier mit einem stabilen Löffel. Die Vorgehensweise gleicht der beim Konservenglas bereits beschriebenen Technik.
Diese und weitere Tricks im Video:
Not macht erfinderisch – clevere Tricks für jeden Kronkorken
Was wird gebraucht? | Was ist zu tun? |
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Hammer | + Nutzen Sie einen Hammer und drehen diesen um. + Das spitze Ende wird unter den Verschluss gedrückt. + Haben Sie sich auf diese Weise um den gesamten Kronkorken gearbeitet, ist die Flasche offen. |
Flasche | + Etwas Übung erfordert das Öffnen der Flasche mit Hilfe einer zweiten. + Der Kronkorken wird mit der Kante des zweiten Kronkorkens aufgehebelt. |
Sicherheitsgurt | + Haben Ihre Mitfahrer Durst bekommen, kann der Sicherheitsgurt hilfreich sein. + Die Steckzungen eignen sich bestens als alternativer Flaschenöffner. |
Nagelclipper | + Verwenden Sie hierfür ausschließlich Nagelclipper aus Metall. + Öffnen Sie den Clipper und klemmen ihn mit einer Ecke unter den Flaschenverschluss. + Betätigen Sie nun den Clipper wie gewohnt. +Vernehmen Sie ein Zischen, ist die Flasche offen. +Bei hartnäckigen Verschlüssen setzen Sie den Clipper an mehreren Stellen wie beschrieben an. |
Gabel | + Eine Gabel lässt sich wie Schere und Messer anwenden. +Die Zinken der Gabel werden unter den Kronkorken geschoben und die einzelnen Zacken werden damit aufgehebelt. |
Weinflasche öffnen ohne Korkenzieher
Sie erwarten Gäste und alles soll perfekt sein. Der Tisch ist gedeckt und auch der passende Wein zum Menü gefunden. Doch plötzlich zeichnen sich Schweißperlen auf Ihrer Stirn ab und die Hände werden feucht. Die Weinflasche lässt sich nicht öffnen. Damit dieser Alptraum nicht Wirklichkeit wird, finden Sie hier einige Methoden, wie es Ihnen garantiert gelingt, diese peinliche Situation zu retten oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
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1. Korken reindrücken
Der Korken lässt sich nicht herausdrehen? Dann drücken Sie ihn doch einfach in die Flasche. Bei älteren und liegend gelagerten Weinflaschen kann sich dies etwas schwieriger gestalten, da der Korken sich mit Wein vollgesogen hat. Üben Sie etwas Druck aus, dann wird sich in der Regel jeder Korken nach innen bewegen lassen. Nun können Sie den Wein ohne Probleme ausgießen, sollten ihn aber baldigst aufbrauchen oder in eine Karaffe umfüllen, damit der edle Tropfen keinen Korkgeschmack annimmt.
2. Weinflasche öffnen mit scharfem Messer
Ein Messer haben Sie sicher zur Hand. Halten Sie die Flasche vom Körper weg, mit dem Flaschenhals nach vorn. Das Messer bewegen Sie nun entlang des Flaschenhalses. Hierfür ist etwas Kraftaufwand nötig. Arbeiten Sie vorsichtig, bis Sie ein Knacken vernehmen. Nun dürften Sie den Flaschenhals zerteilt haben. Durch den Korken wird er nicht zersplittern. Um den abgetrennten Flaschenteil zu entfernen, sollten Sie mit Handschuhen arbeiten. Nun haben Sie automatisch den Korken mit entfernt. Diese Methode ist nicht ganz ungefährlich und sollte daher erst als allerletzte probiert werden.
3. Korken mit dem Schuh „rausschlagen“
Hierfür wird ein Schuh mit stabiler Sohle, oder besser noch einem festen Absatz benötigt. Nehmen Sie die Weinflasche in die Hand und schlagen Sie mit dem Schuh auf den Boden der Weinflasche. Der Korken rutscht nach und nach aus der Flasche. Schaut er weit genug heraus, lässt er sich mit der Hand heraus ziehen.
4. Weinflasche öffne mit Schraube und Hammer
Heimwerker werden diese Methode sicher mit Freude ausprobieren. Gebraucht werden eine Schraube, ein Schraubenzieher und ein Hammer:
» Tipp: Die Schraube sollte ein tiefes Gewinde besitzen, damit sie gut greift.
Sie drehen die Schraube in den Korken. Etwa ein Zentimeter langes Teilstück sollte sichtbar bleiben. Mit der Hammerspitze lässt sich der Korken nun an der Schraube herausziehen.
Sie können den Korken auch einfach in der Flasche belassen und gelangen trotzdem an den begehrten Rebensaft. Wählen Sie hierfür eine besonders lange Schraube aus, welche bis zum unteren Korkende reicht. Die Schraube wird bis zum Anschlag hineingedreht und anschließend wieder herausgezogen. Der Korken besitzt nun ein Loch und der Wein kann bequem ausgegossen werden.
» Tipp: Bleibt noch ein Rest in der Flasche, kann der Korken mit einem Kaugummi sicher verschlossen werden.
4. Schlag die Flasche an die Wand…
Was nach einem wüsten Saufgelage klingt ist nichts weiter, als eine weitere Möglichkeit, den Korken aus der Flasche zu bekommen. Zunächst wird Ausschau nach einer stabilen Wand, am besten einer Steinmauer, gehalten. Die Weinflasche wickeln Sie in ein Küchentuch. Nun wird die Flasche mehrmals mit dem Boden gegen die Wand geschlagen. Durch den Druck wird sich der Korken lösen und kann meist mühelos mit der Hand entfernt werden. Allerdings wird diese Methode nicht bei allen Flaschen Wirkung zeigen.
Plastikflaschen sind auch nicht besser
Plastikflaschen besitzen einen Drehverschluss, der sich meist problemlos öffnen lässt. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn die Drehverschlüsse einfach nicht nachgeben und wir mit der Hand immer wieder abrutschen, kann dies mehrere Ursachen haben.
Der Aufbau von Plastikflaschen unterscheidet sich nicht wesentlich vom Schraubverschluss. Es gilt, beim Drehen gegen den Uhrzeigersinn ein Gewinde zu überwinden. Wenn es dabei zu Problemen kommt, können mechanische wie thermische Ursachen dahinter stecken.
» Tipp: Einige Flaschen sind mit einem Sicherheitsring versehen und lassen sich erst öffnen, wenn dieser gelöst worden ist.
Häufig lassen sich Plastikflaschen einfach nicht öffnen, weil wir ständig mit den Händen abrutschen und einfach nicht richtig zugreifen können.
Diese Greifhilfen können Abhilfe schaffen:
- Handschuhe
- Leder
- rauer Stoff
- Zange
- Nussknacker
Der Schraubverschluss kann ebenso blockieren, wenn die Flasche extremen Temperatureinflüssen unterlag, zum Beispiel eingefroren wurde oder stundenlang in der prallen Sonne herumlag.
» Tipp: Eingeforene Flaschen vor der Öffnung erst komplett auftauen lassen. Von der Sonne aufgeheizte Flaschen vor dem Öffnen im Kühlschrank lagern.